Doris Densing
∗ 25. Dezember 1962 † 18. November 2022
Stand: 2. September 2026
Über Doris
Sie war ein außergewöhnlich herzlicher und guter Mensch, der anderen mit Wärme, Güte und Mitgefühl begegnete. Familie bedeutete ihr alles. Sie liebte Tiere, fühlte sich der Natur tief verbunden und fand in der Ölmalerei eine Leidenschaft, mit der sie ihrer Kreativität und ihrer Liebe zum Schönen Ausdruck verleihen konnte.
### Ein Leben, das schon früh von Neuanfängen geprägt war
Ihre Familiengeschichte war von Mut und dem Wunsch nach einem Leben in Freiheit geprägt. Ihre Mutter floh aus der damaligen DDR und ließ sich schließlich im Rheinland, in der Gegend um Brühl, nieder.
So wuchs sie im Rheinland, im Rhein-Erft-Kreis und Rhein-Sieg-Kreis, auf. Hier lagen ihre Wurzeln, hier verbrachte sie ihre Jugend und hier lernte sie auch ihren ersten Ehemann kennen. Aus dieser Ehe ging ihre erste Tochter hervor.
Doch ihr Lebensweg verlief nicht immer leicht. Anfang der 1990er-Jahre sah sie sich gezwungen, ihren ersten Ehemann und ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Gemeinsam mit dem Mann, der später ihr zweiter Ehemann werden sollte, wagte sie einen radikalen Neuanfang und ging nach Bayern.
Diese erste Zeit war alles andere als einfach. Zeitweise lebten die beiden im Auto und arbeiteten in einer Küche, um sich gemeinsam eine neue Existenz aufzubauen. Sie hatten zunächst nicht viel – außer einander, ihren Mut und die Hoffnung darauf, dass wieder bessere Zeiten kommen würden.
Nach einiger Zeit führte ihr Weg sie zurück ins Rheinland. Dort bauten sie sich gemeinsam das Zuhause auf, nach dem sie gesucht hatten. Sie kauften ein Haus, und ihre Familie wuchs weiter: Ihre zweite Tochter und später ihr Sohn kamen zur Welt.
Das Rheinland wurde wieder ihre Heimat – und blieb es bis zu ihrem Tod.
### Das stärkste Glied in jeder Kette
Was ihr Leben besonders auszeichnete, war ihre außergewöhnliche Fürsorge für andere. Sie war eine liebevolle Ehefrau, Mutter und Oma, die ihrer Familie Geborgenheit, Halt und bedingungslose Liebe schenkte.
Mit großer Hingabe kümmerte sie sich zudem um ihre geistig schwer behinderte Schwester. Sie war für sie weit mehr als eine Schwester: Pflegerin, Beschützerin, Begleiterin und ein verlässlicher Mensch, der sie niemals im Stich ließ.
Sie war das stärkste Glied in jeder Kette.
Vielleicht beschreibt kaum ein anderer Satz ihr Wesen besser. Sie war diejenige, die andere auffing, wenn sie fielen. Diejenige, die weitermachte, wenn es schwierig wurde. Und diejenige, die für die Menschen, die sie liebte, oftmals ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellte.
Dabei bewahrte sie sich ihre Herzlichkeit. Ihre Liebe galt nicht nur ihrer Familie, sondern auch den Tieren und der Natur. In der Ölmalerei fand sie Ruhe und die Möglichkeit, etwas von der Schönheit festzuhalten, die sie selbst in der Welt sah.
### Viel zu früh gegangen
Nach all den Herausforderungen, die sie in ihrem Leben gemeistert hatte, wurde sie schließlich selbst vor eine Prüfung gestellt, gegen die selbst ihre enorme Stärke nicht ausreichte.
Wir verloren sie am 18. November 2022 an eine besonders aggressive Krebserkrankung.
Doch diese Krankheit soll nicht bestimmen, wie wir uns an sie erinnern.
Wir erinnern uns an eine Frau, deren Leben von Liebe, Mut, Fürsorge und immer wieder von Neuanfängen geprägt war. An eine Frau, die schwere Zeiten durchstand, sich ein Zuhause und eine Familie aufbaute und für andere da war, wenn sie gebraucht wurde.
An eine Mutter.
Eine Oma.
Eine Ehefrau.
Eine Schwester.
Eine Tier- und Naturliebhaberin.
Eine Künstlerin.
Und einen Menschen mit einem außergewöhnlich großen Herzen.
Die Krankheit konnte ihr Leben beenden – aber nicht das, was sie hinterlassen hat.
Ihre Stärke lebt in ihrer Familie weiter.
Ihre Geschichten werden weitererzählt.
Ihre Bilder bleiben.
Und vor allem bleibt die Liebe, die sie gegeben hat.
**Für immer geliebt.
Für immer vermisst.
Für immer das stärkste Glied unserer Kette.**
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